Auch in diesem Jahr bietet der Kongress eine breite Palette an Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Angebot an Fortbildungsseminaren richtet sich vornehmlich an Kliniker:innen, die spezielle Expertise erwerben oder vertiefen möchten.
Fortbildungsseminare sind nur in Verbindung mit einer Kongressgebühr buchbar und kosten jeweils EUR 90. Die Teilnehmeranzahl ist auf max. 25 Teilnehmer:innen begrenzt.
Eine Zertifizierung der Fortbildungsseminare wird bei der Sächsischen Landesärztekammer beantragt.
16. April 2026 // 08:00 - 09:30 Uhr
FS-01 // Muskelsonographie/Botulinumtoxin-Therapie Skills Kopf/Hals
Vorsitzende: Iris Reuter, Martina Müngersdorf
Anatomische Kenntnisse sind die Basis der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen wie auch neuromuskulären Erkrankungen. In diesem Fortbildungskurs wird die sonografische Anatomie der Halsmuskulatur sowie praxisnahe Techniken für ultraschall-gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen vermittelt. Dabei werden Ihnen die wesentlichen Leitstrukturen und Muskeln sowie deren Funktionen und Bedeutung für die Spastik, Dystonie und auch Tremor dargestellt. Den Schwerpunkt stellt die praktische Anwendung der ultraschall-gestützten Injektionstechnik in der gegenseitigen Untersuchung am Probanden einschließlich individueller Fallbesprechungen in Kleingruppen dar.
FS-02 // Klinische Evaluation der Spastik der oberen und unteren Extremität
Vorsitzende: Tobias Bäumer, Andreas Funke
Ziel des Workshops ist das Erlernen der klinischen und anatomischen Grundlagen zur Behandlungsplanung der Spastik der oberen und unteren Extremität.
Die Leitliniengerechte Behandlung der fokalen Spastik umfasst u.a. Übungstherapien, orthopädietechnische Maßnahmen und eine Botulinumtoxinbehandlung.
Grundlage für die Therapieplanung ist eine präzise klinische Evaluation des Patienten. Unter Vermittlung der pathophysiologischen Konzepte und anatomischen Grundlagen werden im Kurs Instrumente zur Spastikbeurteilung wie die Ashwort-Skala und die Tardieu-Skala erläutert, praktisch vermittelt und hinsichtlich ihrer Relevanz diskutiert.
Klinische Tests wie der Thomas-Test, Phebs-Test und Silverskjöl-Test, die Untersuchung der Schulter, des Ellenbogen und des Handgelenks erlauben die Differenzierung zwischen ein- und zweigelenkigen Muskeln in der Beteilung bei der Spastik zu beschreiben.
Im Workshop werden die Tests praktisch vermittelt und die anatomischen Grundlagen vermittelt.
FS-03 // Muskelsonographie/Botulinumtoxin-Therapie Skills Arm
Vorsitzende: Chi Wang Ip, John-Ih Lee
Anatomische Kenntnisse sind die Basis der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen wie auch neuromuskulären Erkrankungen. In diesem Fortbildungskurs wird die sonografische Anatomie der Armmuskulatur sowie praxisnahe Techniken für ultraschall-gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen vermittelt. Dabei werden Ihnen die wesentlichen Leitstrukturen und Muskeln sowie deren Funktionen und Bedeutung für die Spastik, Dystonie und auch Tremor dargestellt. Den Schwerpunkt stellt die praktische Anwendung der ultraschall-gestützten Injektionstechnik in der gegenseitigen Untersuchung am Probanden einschließlich individueller Fallbesprechungen in Kleingruppen dar.
FS-04 // Phänomenologie der Bewegungsstörungen - klinische Beobachtung als Schlüssel zur Diagnose (1)
Vorsitzende: David Weise, Stephan Klebe
Sprecher:
Stephan Klebe - Spastik | Sebastian Paus - Dystonie | Carsten Saft - Chorea
Die präzise phänomenologische Beschreibung motorischer Symptome bleibt ein zentrales diagnostisches Werkzeug in der Neurologie und bildet die Grundlage für das Verständnis und die Klassifikation von Bewegungsstörungen. Das zweigeteilte Fortbildungsseminar (2 x 1,5 Stunden) bietet in sechs kompakten Beiträgen einen praxisorientierten Überblick über die klinische Beurteilung zentraler Bewegungsstörungen.
Erfahrene Referentinnen und Referenten illustrieren anhand von Videobeispielen, Fallvignetten und interaktiven Diskussionen die diagnostische Bedeutung fein differenzierter Bewegungsanalyse.
Das Seminar dient zugleich als Auftaktveranstaltung zum Curriculum „Bewegungsstörungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG) und soll die phänomenologische Beobachtung als integrativen Bestandteil der klinischen Entscheidungsfindung stärken. Ziel ist es, Teilnehmenden konkrete Hilfen für die differenzialdiagnostische Praxis zu vermitteln und die Grundlage für eine strukturierte Weiterbildung im Bereich der Bewegungsstörungen zu schaffen. Das Fortbildungsseminar kann bereits als Modul für das Curriculum „Bewegungsstörungen“ genutzt werden.
17. April 2026 // 08:00 – 09:30 Uhr
FS-05 // Muskelsonographie/Botulinumtoxin-Therapie Skills Bein
Vorsitzende: Tobias Bäumer, Christian Dresel
Anatomische Kenntnisse sind die Basis der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen wie auch neuromuskulären Erkrankungen. In diesem Fortbildungskurs wird die sonografische Anatomie der Beinmuskulatur sowie praxisnahe Techniken für ultraschall-gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen vermittelt. Dabei werden Ihnen die wesentlichen Leitstrukturen und Muskeln sowie deren Funktionen und Bedeutung für die Spastik, Dystonie und auch Tremor dargestellt. Den Schwerpunkt stellt die praktische Anwendung der ultraschall-gestützten Injektionstechnik in der gegenseitigen Untersuchung am Probanden einschließlich individueller Fallbesprechungen in Kleingruppen dar.
FS-06 // Muskelsonographie/Botulinumtoxin-Therapie Skills Arm
Vorsitzende: Philipp Albrecht, Pawel Tacik
Anatomische Kenntnisse sind die Basis der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen wie auch neuromuskulären Erkrankungen. In diesem Fortbildungskurs wird die sonografische Anatomie der Armmuskulatur sowie praxisnahe Techniken für ultraschall-gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen vermittelt. Dabei werden Ihnen die wesentlichen Leitstrukturen und Muskeln sowie deren Funktionen und Bedeutung für die Spastik, Dystonie und auch Tremor dargestellt. Den Schwerpunkt stellt die praktische Anwendung der ultraschall-gestützten Injektionstechnik in der gegenseitigen Untersuchung am Probanden einschließlich individueller Fallbesprechungen in Kleingruppen dar.
FS-07 // Diagnostische Möglichkeiten der Hirnparenchymsonographie bei Parkinson-Syndromen (inkl. THS Elektrodenlokalisation)
Vorsitzende: Stefanie Behnke, Uwe Walter
Sprecherinnen:
Stefanie Behnke, Christopher Fricke, Jost-Julian Rumpf, Uwe Walter
Dieses Seminar befasst sich mit den Anwendungen der transkraniellen Sonographie (TCS) des Hirnparenchyms zur Diagnostik von Bewegungsstörungen, insbesondere der Anwendungen bei Parkinson-Syndromen. Im ersten Seminarteil wird es kurze Einführungsvorträge geben. Uwe Walter wird in die Methodik der TCS einführen und neue Anwendungen, wie die intra- und postoperative Lagekontrolle von Tiefenhirnstimulationssonden und die Fusionsbildgebung, vorstellen. Stefanie Behnke wird den Einsatz der TCS zur Differenzialdiagnostik der Parkinson-Syndrome und weiterer Bewegungsstörungen darstellen. Jost-Julian Rumpf wird auf die Möglichkeiten der TCS in der Frühdiagnostik des Parkinson-Syndroms bei Risikogruppen eingehen. Christopher Fricke wird Techniken zur Quantifizierung des Substantia-nigra-Echosignals vorstellen. Im anschließenden „Hands-on“-Teil des Seminars werden mit allen Teilnehmern praktische Übungen der TCS an den Ultraschall-Geräten unter Anleitung der Referenten durchgeführt.
FS-08 // Phänomenologie der Bewegungsstörungen - klinische Beobachtung als Schlüssel zur Diagnose (2)
Vorsitzende: Lars Tönges, Kirsten Zeuner
Sprecherinnen:
Isabel Friedrich - Parkinson-Syndromen |Franziska Hopfner - Tremor inklusive der DD Myoklonien | Kirsten Zeuner - Funktionellen Bewegungsstörungen
Die präzise phänomenologische Beschreibung motorischer Symptome bleibt ein zentrales diagnostisches Werkzeug in der Neurologie und bildet die Grundlage für das Verständnis und die Klassifikation von Bewegungsstörungen. Das zweigeteilte Fortbildungsseminar (2 x 1,5 Stunden) bietet in sechs kompakten Beiträgen einen praxisorientierten Überblick über die klinische Beurteilung zentraler Bewegungsstörungen.
Erfahrene Referentinnen und Referenten illustrieren anhand von Videobeispielen, Fallvignetten und interaktiven Diskussionen die diagnostische Bedeutung fein differenzierter Bewegungsanalyse.
Das Seminar dient zugleich als Auftaktveranstaltung zum Curriculum „Bewegungsstörungen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG) und soll die phänomenologische Beobachtung als integrativen Bestandteil der klinischen Entscheidungsfindung stärken. Ziel ist es, Teilnehmenden konkrete Hilfen für die differenzialdiagnostische Praxis zu vermitteln und die Grundlage für eine strukturierte Weiterbildung im Bereich der Bewegungsstörungen zu schaffen. Das Fortbildungsseminar kann bereits als Modul für das Curriculum „Bewegungsstörungen“ genutzt werden.
18. April 2026 // 08:00 - 09:30 Uhr
FS-09 // Muskelsonographie/Botulinumtoxin-Therapie Skills Bein
Vorsitzende: Andreas Funke, Axel Schramm
Anatomische Kenntnisse sind die Basis der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen wie auch neuromuskulären Erkrankungen. In diesem Fortbildungskurs wird die sonografische Anatomie der Beinmuskulatur sowie praxisnahe Techniken für ultraschall-gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen vermittelt. Dabei werden Ihnen die wesentlichen Leitstrukturen und Muskeln sowie deren Funktionen und Bedeutung für die Spastik, Dystonie und auch Tremor dargestellt. Den Schwerpunkt stellt die praktische Anwendung der ultraschall-gestützten Injektionstechnik in der gegenseitigen Untersuchung am Probanden einschließlich individueller Fallbesprechungen in Kleingruppen dar.
FS-10 // Muskelsonographie/Botulinumtoxin-Therapie Skills Kopf/Hals
Vorsitzende: Sebastian Paus, Kirsten Zeuner
Anatomische Kenntnisse sind die Basis der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen wie auch neuromuskulären Erkrankungen. In diesem Fortbildungskurs wird die sonografische Anatomie der Halsmuskulatur sowie praxisnahe Techniken für ultraschall-gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen vermittelt. Dabei werden Ihnen die wesentlichen Leitstrukturen und Muskeln sowie deren Funktionen und Bedeutung für die Spastik, Dystonie und auch Tremor dargestellt. Den Schwerpunkt stellt die praktische Anwendung der ultraschall-gestützten Injektionstechnik in der gegenseitigen Untersuchung am Probanden einschließlich individueller Fallbesprechungen in Kleingruppen dar.
FS-11 // Differenzialindikation der invasiver Therapien bei der Parkinson-Krankheit
Vorsitzende: René Reese, Matthias Löhle
Die Parkinson-Krankheit ist in ihrem Verlauf gekennzeichnet durch das Auftreten motorischer Wirkfluktuationen, die nach 5 Jahren bereits die Hälfte der Patient:innen betreffen und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Neben der oralen medikamentösen Therapie sind mittlerweile eine Vielzahl medikamentöser und nicht-medikamentöser Geräte-gestützter Therapien zur Behandlung von motorischen Wirkfluktuationen erhältlich, zu denen subkutane und intestinale Pumpentherapien wie auch die Tiefe Hirnstimulation und der MR-gestützte hochfokussierte Ultraschall zählen. Dieser Workshop soll den Teilnehmer:innen Möglichkeiten zur Identifikation geeigneter Patient:innen für invasive Therapien aufzeigen, Besonderheiten der einzelnen Therapieformen darstellen und einen praktischen Leitfaden zur Differenzialindikation an die Hand geben, um im klinischen Alltag für jeden Patient:in eine Entscheidung für das individuell am besten geeignete Verfahren treffen zu können.
FS-12 // Hands-on Sessions DBS
Vorsitzende: Thomas Kriesen, Fares Komboz
Tiefe Hirnstimulation steht und fällt nicht mit „wir treffen den STN schon irgendwie“, sondern mit sauberer Trajektplanung und einer präzisen, reproduzierbaren Umsetzung im OP. Kleine Abweichungen bei Eintrittspunkt, Ring-/Bogenwinkeln oder der Übertragung von Koordinaten können große klinische Konsequenzen haben: von suboptimaler Zielabdeckung bis zu vermeidbaren Risiken entlang der Trajektorie. Genau hier setzt dieser Hands-on-Workshop an.
Der Kurs richtet sich nicht nur an interessierte Neurolog:innen, die einmal echtes OP-Flair aus der Sicht eines Neurochirurgen spüren möchten, um besser zu verstehen, was Chirurg:innen bei der DBS-Implantation technisch und praktisch tatsächlich tun und warum Details zählen, sondern der Kurs richtet sich auch an junge Neurochirurg:innen, die ihr Wissen ungezwungen, im direkten Austausch mit erfahrenen Expert:innen, vertiefen und typische Fallstricke aus dem Alltag „live“ durchspielen wollen.
Die Teilnehmenden erarbeiten Schritt für Schritt, wie aus Bildgebung und Zieldefinition eine sichere, kollisionsfreie Trajektorie entsteht: Auswahl von Zielpunkt und Eintrittspunkt, Beachtung kritischer Strukturen (Ventrikel, Gefäße, Sulci) sowie Plausibilitätschecks der geplanten Trajektorie in der Planungssoftware. Anschließend wird die intraoperative Umsetzung praktisch vermittelt: Übertragung der geplanten Koordinaten auf den Stereotaxiering (Ring-/Bogenparameter, Offsets/Referenzen, Tiefe), Einrichtung und Kontrolle am Rahmen sowie die kontrollierte Realisierung der Trajektorie mit dem Microdrive.
Trainiert wird an „echten“ Fällen und echter Hardware, inklusive typischer Fehlerquellen (z.B. Achsenverwechslungen, Vorzeichen, Referenzpunkte, Nullstellung, mechanische Toleranzen) und pragmatischer Prüfstrategien, damit aus Theorie belastbare Routine wird. Ziel des Workshops ist, dass die Teilnehmenden eine Trajektorie eigenständig planen, die relevanten Koordinaten sicher auf Ring und Microdrive übertragen und die geplante Trajektorie intraoperativ technisch korrekt, nachvollziehbar und reproduzierbar umsetzen können.
Die Buchung der Fortbildungsseminare ist ab sofort möglich. Die Buchung setzt eine Kongressregistrierung voraus.